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	<title>Alte Knacker &#187; Bettina</title>
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	<description>Politically incorrect</description>
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		<title>Da ist was faul im Staate Österreich…</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 13:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass da was faul ist im Staate Österreich liegt auf der Hand: die (von sich selbst) so hochgelobte Alpenrepublik hat ein handfestes Problem was die Bildung der nächsten Generationen betrifft. Die Rate der sekundären Analphabeten ist zum Genieren hoch und die Akademikerquote lächerlich gering. Warum dies?
In Österreich und im Speziellen in Wien wird beispielsweise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass da was faul ist im Staate Österreich liegt auf der Hand: die (von sich selbst) so hochgelobte Alpenrepublik hat ein handfestes Problem was die Bildung der nächsten Generationen betrifft. Die Rate der sekundären Analphabeten ist zum Genieren hoch und die Akademikerquote lächerlich gering. Warum dies?</p>
<p>In Österreich und im Speziellen in Wien wird beispielsweise der mangelnde PISA-Erfolg nicht zuletzt gerne auf die Sprachdefizite der sogenannten Migrantenkinder geschoben. Diea ist auch viel angenehmer als zuzugeben, dass wir miserabel ausgebildete Lehrer und ein hinterwäldlerisches Schulsystem haben. Dass die PISA-Gewinner (wie Finnland, Schweden, Dänemark, Kanada) teilweise sogar einen weitaus höheren Anteil ausländischer Kinder haben und dennoch derart gute Ergebnisse erzielen, sollte erwähnt werden, denn nicht die ohnehin rasend schnell lernenden Kinder sind das Problem, die in Österreich (ähnlich wie in Deutschland) hochgradig herkunfts- und schichtbezogene Selektivität des Schulsystems ist die Wurzel dieses Übels.<br />
 In keinem anderen europäischen Land wird die Zukunft eines Kindes derart früh festgelegt. Das fatale Problem dieses einzigartig frühen Selektionszeitpunktes in der Volksschule: die 9- bis 10-jährigen werden recht willkürlich in Gewinner und Verlierer eingeteilt, wobei die Tragweite dieser Entscheidung für die Zukunft der Kinder eine gewaltige ist. Es ist wissenschaftlich erwiesen ist, dass Einschätzungen über die weitere kognitive Entwicklung der Kinder in diesem Alter nur sehr vage sein können, dennoch ist ein bildungsmäßiger Aufstieg (z.B. von Hauptschule auf Gymnasium) ab diesem Zeitpunkt kaum mehr möglich.<br />
 Diese Fakten werden von der Politik ignoriert. Von den Studenten aktuell nicht einmal bedacht.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die Vernachlässigung des Bildungsauftrags</span></p>
<p>Die beste Möglichkeit, um soziale Chancengleichheit herzustellen, bieten Ganztagschulen. Solange (wie in allen post-faschistischen Ländern üblich) der merkwürdige Mutterkult herrscht, der die Frauen dazu zwingt, zu Mittag daheim zu sein um der Brut ein gutes Papperl bescheeren zu können und die armen, armen Kinder ja nicht in den bösen, bösen Hort gehen müssen wird sich die Tatsache, dass ein Großteil der Bildungsarbeit von unqualifizierten Laien (=Eltern) erbracht wird nicht ändern. Österreich ist folglich auch ein Paradebeispiel was die scheinbar kostenlose Schule betrifft: in keinem anderen Land werden derartige Unsummen für private Nachhilfe aufgebracht.<br />
 Fazit: der Staat wird seinem Bildungsauftrag nicht gerecht. Kinder sind was ihre Ausbildung und Zukunft betrifft vollends dem guten Willen und/oder dem Konto ihrer Eltern ausgeliefert.<br />
 Als Beispiel, wie gemacht werden kann, ziehe ich Finnland heran, wo 75% aller Kinder Kindergarten bzw. Vorschule besuchen (sehr bedeutsam vor allem in Bezug auf Spracherwerb vor Schuleintritt) und mit 7 Jahren die Schule. Die 9-jährige Pflichtschule ist als Gesamt- und Ganztagsschule konzipiert und kennt keine Notenzeugnisse. Das bei uns so hartnäckig abgelehnte langjährige, gemeinsame Lernen ohne frühzeitige Selektion in „gute vs. schlechte Schüler“ (erst mit 16 Jahren teilt sich die Schülerschaft auf Gymnasium oder berufsbildende Schulen) und ohne Notenstress führt zu PISA-Ergebnissen, von denen Österreich lange Zeit nur träumen wird können, es sei denn, das Schulsystem und besonders hervorzuheben die Auswahl und Ausbildung der Lehrkräfte wird von Grund auf reformiert.</p>
<p>Die Frage, die sich auftut ist natürlich stets: Wer soll das bezahlen? Schule und alles was sie betrifft (Mahlzeiten, Bücher, Schreibmaterialien…) sind in Finnland generell gratis. Österreich als eines der reichsten Länder dieser Welt sollte keine Kosten scheuen, um endlich die längst überfällige Schulreform anzugehen, denn eine gut ausgebildete Jugend stellt das Fundament eines funktionierenden Staates dar und wird recht wahrscheinlich dem Staat mittelfristig sogar Kosten sparen helfen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
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		<title>Chuck Norris studiert in Mindeststudienzeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 11:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bettina</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Einladungen vom Kommilitonen zur Teilnahme an protestbezogenen Veranstaltungen muss ich aus ideologischen wie aus Zeitgründen dankend ablehnen. Ich bin nämlich wie Chuck Norris und studiere in Mindeststudienzeit.
Die vermeintlich elitäre Meinung
Während der vergangenen Tage habe ich mich so viel für meine Studentenkollegen fremdgeschämt wie selten zuvor. Nachdem ich unfreiwillig die Besetzung des Audimax live miterlebt habe und schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>Einladungen vom Kommilitonen zur Teilnahme an protestbezogenen Veranstaltungen muss ich aus ideologischen wie aus Zeitgründen dankend ablehnen. Ich bin nämlich wie Chuck Norris und studiere in Mindeststudienzeit.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span>Die vermeintlich elitäre Meinung</span></span></p>
<p><span>Während der vergangenen Tage habe ich mich so viel für meine Studentenkollegen fremdgeschämt wie selten zuvor. Nachdem ich unfreiwillig die Besetzung des Audimax live miterlebt habe und schon zu diesem Zeitpunkt irritiert angesichts der utopischen Forderungen war, habe ich auch via www meine Meinung dazu kundgetan.</span></p>
<p><span>Meine Lieblingsforderung der Audimax-Besetzer, nämlich &#8220;Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck&#8221; (so süß, die Kleinen!) habe ich eingangs verbreitet und die Liste eigenmächtig um &#8220;Ponys für alle&#8221; erweitert.</span></p>
<p><span>Weiters wagte ich zu sagen, dass das jüngst renovierte und nun (von jenen, die die angeblich so schrecklichen räumlichen Unibedingungen anklagen eingenhändig) demolierte Audimax sowie die horrenden Kosten, die in den letzten Tagen (u.a. durch die Anmietung des Austria Centers) entstanden sind, mich spießbürgerlich unendlich aufregen. (Hat da nicht irgendwer über die sinnvolle Verwendung öffentlicher Gelder sinniert?!)</span></p>
<p><span>Da sehr viele der Demonstranten einen eindeutig bundesdeutschen Zungenschlag aufweisen, habe ich unter anderem weiters (wenig sensibel wie ich nun mal bin) die Frage in die Runde geworfen, warum denn nicht im Heimatland das antiquierte Numerus-Clausus-System bekämpft wird und stattdessen in Felix Austria mit anderen von-Beruf-Kindern die eigene Unnötigkeit in der Alma Mater Rudolphina unter den Tisch gesoffen wird.</span></p>
<p><span>Die Massen an Erstsemestrigen unter den Partygästen machen die Anliegen zudem auch nicht wirklich glaubwürdiger, aber dennoch, gestern wurden einem durchaus eloquenten Medizinstudenten einige Minuten Redezeit in einem Radiointerview zugebilligt, in denen er ausschweifend über die gar unmenschlichen Missstände berichtete und auf Nachfrage am Ende angab, dass er jetzt im 1. Semester sei.  Der arme Bursche dürfte einiges erlebt haben in nicht mal einem Monat…</span></p>
<p><span>Gerne wurde mir in den letzten Tage vorgeworfen, dass ich  bestimmt selbst zur sogenannten Elite gehöre und wenn schon das nicht, dann zumindest mit einem gewissen Zahntechniker sympathisiere. Dazu darf ich nur sagen, dass mich Letzterer nicht einmal einen Kommentar wert ist und zu meinem vermeintlichen Elitentum kann angeführt werden, dass man aus einer „bildungsferneren Schicht“ als meiner schon fast gar nicht mehr stammen kann. Meine Schwester und ich gehören zu jenen für unser Land bezeichnenden 3 % der Personen, die eine akademische Laufbahn eingeschlagen haben, obwohl ihre Eltern weder mit Reichtum noch Matura versehen sind. </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span>Her mit den Studiengebühren!</span></span></p>
<p><span>Ja, ich bin für die Wiedereinführung der Studiengebühren und nein, eine schwere kognitive Beeinträchtigung wurde bei mir bisweilen nicht diagnostiziert. Denn genau die Abschaffung der Studiengebühren, die war ein Kniefall vor der Elite. Abgesehen davon, dass jeder, der ernsthaft studieren will, die 400,- pro Semester aufbringen wird können, mussten diejenigen, die nachweislich sozial bedürftig waren oder ein Stipendium bezogen (wie auch ich), sie entweder erst gar nicht bezahlen oder bekamen sie rückerstattet.</span></p>
<p><span>Daher: Studiengebühren einführen, sogar noch verdoppeln und sozial staffeln!</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span>Zugangsbeschränkungen ausbauen!</span></span></p>
<p><span>Des Weiteren bin ich vehement für Zugangsbeschränkungen. Denn: die Uni ist kein Hobbyverein, sondern eine Ausbildungsstätte. Lebten wir im Wunderland wo wir uns alle nur lieb hätten und uns nie auch nur ein Zipperlein zwickte, bräuchten wir diese Dinge nicht besprechen und würden alle utopischen Forderungen der aktuellen Vollzeitdemonstranten erfüllen. Aber leider: aufwachen ist angesagt!<br />
 Der Modus der Aufnahmeverfahrens muss allerding besprochen und in einigen Studienrichtungen geändert werden, statt allgemeiner Auswahlverfahren mittels debiler Bücher-Auswendiglern-Test sollten wie an der MedUni gegebenenfalls eigene Eignungstests entwickelt werden.</span></p>
<p><span>Fände es übrigens mal witzig, wenn alle, die z.B. Polizist, Feuerwehrmann, Krankenschwester oder was weiß ich werden wollen, gegen die Auswahlverfahren auf die Straße gehen würden: „Feuerlöschen für alle!“</span></p>
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