Gedanken zur politischen Minderheit
28. Januar 2010 | Von Andy | Kategorie: PolitikAusnahmsweise schreibe ich jetzt mal keinen ellenlangen Text, sondern stelle bloss eine Frage in den Raum, die ich wohl auch hätte twittern können:
Ist den Linken (Rot/Grün) der Schutz von Minderheiten so wichtig, weil sie selbst mittlerweile dazu wurden, oder wurden sie nur deshalb zur Minderheit?
PS: Ich finde die Definition der Minderheit in Punkto Ortstafelstreit ja mehr als lächerlich, denn erst, wenn man 20% oder so schafft, ist man eine Minderheit? Wärs nicht eine Minderheit, wenn man nur 3% schafft?
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Tja, was ist denn eine Minderheit? Definieren wir doch einfach einmal eine, sagen wir es ist eine Gruppe die einen Bereich von 10% +/- 5% umfasst. (So nach dem Motto 1 von 10 hat noch keinen 2. zum Plaudern.) Nach dieser Definition ist Rot keine Minderheit.
Bleibt nur noch Grün, aber die waren noch nie eine Mehrheit.
Zu Grün fällt mir nur ein, dass deren Auftreten ein solches ist, dass eben auch gezielt Minderheiten anspricht. Nicht unbedingt die Partei des “kleinen Mannes”, aber die Partei des “wenigen Mannes”. Somit – eine “Ansammlung an Randgruppen-Partei”
Dadurch kommen sie auch so seltsam rüber, da ständig irgendein Sprecher der jeweiligen Randgruppe die gerade, z.B. in einer Zeitung, vertreten wird, seinen/ihren Senf dazugibt.
Die Grünen erwecken damit den Anschein, zumindest in meinen Augen, dass hier keine gut organisierte Partei am Werk ist, sondern ein bunt zusammengewürfelter Haufen an Individualisten. Darum werden sie, vermute ich, nur von den “Randgrupppen-Wählern” gewählt.
Und da liegt mMn. der Hund begraben bei den Greenies. Zu viele Sprecher für zu viele unterschiedliche Gruppen kann die breite Masse nicht ansprechen.
Weiters haben sie noch ein anderes Problemchen, ich nenne es Trans-Sozialisierung
Hm, ich kann die Frage ja sogar mittlerweile erweitern:
Wieso wird ausgerechnet über das BZÖ und die Grünen soviel medialer Wind gemacht? Weils beide Minderheiten sind? Wo steckt da die Logik dahinter? Ist die Logik dahinter eventuell sogar die, sich gegenseitig anzupatzen und dadurch im Gespräch zu bleiben?
Das mit dem gegenseitigen Anpatzen hat wirklich eine schöne Logik.
Wenn man sich das hier “http://derstandard.at/1263706664634/derStandardat-Streitgespraech-Wer-definiert-was-rechtsextrem-ist-Sie” ansieht, glaubt man es handelt sich um eine Neuauflage von Karl Farkas und Ernst Waldbrunn (respektive Statler und Waldorf).
Keinerlei rationale Argumente, aber gepatzt wird vom Feinsten.
Standard ist sowieso das Linksgrüne Blattl schlechthin, da wunderts mich gar nicht. Wieso aber schreiben sogar konservativ-liberale Medien soviel? Wieso sind sie sogar für mich Thema? Seltsam, oder?
Das mit dem Standard seh ich so ähnlich, stört mich aber nicht. Hat ja niemand verlangt wie hoch der Standard sein muss
Weil wir alle miteinander sensationsgeil sind. Der Graf geht tanzen, der Öllinger demonstriert – Sensation, kommt in Druck. Der XYZ baut Mist, der Pilz deckts auf – Sensation, kommt in Druck. Paris Hilton klaut David Hasselhoff den Schnaps -Sensation, kommt in Druck…
hängt mMn. nicht von der Ausrichtung des Blattes ab.
Wäre es nicht so, würde jede Woche irgendein 3-Zeiler erscheinen, wo drinnen steht, dass der Rudi Anschober eine sinnvolle Maßnahme zum Stromsparen vorgeschlagen hat. Keine Sensation – Alltagsgeschäft, kommt zwar in Druck, aber bitte nur ganz klein…
Oder siehst du das anders?
Naja, Stromsparen oder Sprisparen würde ich ja unterschreiben, CO2-Steuern und Lufthunderter nicht. Da ist mirdann ehrlich gesagt die Paris lieber, die ist übrigens sehr nett und gar nicht unhöflich wie so mancher Politiker…..