RT @xyz: Der Kaiser führt Strache vor
15. Januar 2010 | Von Andy | Kategorie: PolitikEiner von unzähligen Tweets, die man so liest heutzutage in der angeblichen “Revolution der Medienpolitik”. Durchs retweeten ist man leider sogar gezwungen, diesen Mist von verschiedenen Leuten, denen man “folgt”, mehrmals zu lesen. Über “selected twitter” kommts dann noch ein paarmal, weil sich die “Friends” auf FB und die “Followers” bzw. die “Gefollowten” massiv überschneiden. Mit anderen Worten: Es nervt über kurz oder lang! Vor allem nervt es, wenn man nicht von allen Partei- oder Ideologierichtungen Messages zum gleichen Thema bekommt, und APA-OTS ist mir einfach zu blöd, das ist noch schlimmer als Wikipedia, wo ja auch jeder Pansen seinen Müll abladen darf, dort wird allerdings wenigstens ein bissl kontrolliert, diskutiert und zensiert, weils gratis ist.
Zwischen den Zeilen findet man aber dann doch auch das eine oder andere Highlight
Es gibt da in letzter Zeit eine immer grösser werdende Fanemeinde, die das BGE, in der Langform “Bedingungslose Grundeinkommen”, fordert. Freilich, ohne an die Konsequenzen zu denken, aber das war bei linken Ideen immer schon so. Linke Ideen fördern nicht nur nicht Begriffe wie Idealismus, Ideenreichtum, Risiko, Erfindungsgeist und alles andere, was die Menschheit so für gewöhnlich weiterentwickelt, sondern wollen quasi Bibeltreu ergo konservativ alle Menschen gleich machen, in linken Kreisen nennt man das “Gerechtigkeit”. Linke Kreise haben schon seit langem keinerlei Ahnung mehr von Gerechtigkeit, Fortschritt oder gar Verantwortung – sie sind eher sogar erzkonservativ in ihrer heutigen Definition.
Apropos Definition
Linke und linkslinke Kreise geben sich gerne als die Vorbeter und Retter der Nation aus, bloss geht ihnen das Zielpublikum aus. Warum das so ist, hat vielerlei Gründe. Würde man es böse betrachten, könnte man erstens vermerken, dass nur mehr weltfremde Idioten dieser Ideologie folgen, oder dass das, was ihre Väter geschaffen haben, ihnen eine derart sichere Position verschafft hat, die sie nicht mehr verlieren wollen. Achtung: Mit der Nazikeule braucht mir jetzt auch der glühendste Anhänger der Frau Rudas nicht mehr kommen, denn Protektionskinder gibt es in jeder Partei
Heute durfte ich (wiedermal durch Andreas Lindinger – vielen Dank wiedermal dafür) folgenden Text lesen:
Dabei wäre es heute nicht wesentlich schwieriger, Orientierung zu bieten, als vor vierzig Jahren. Damals, am 28. Oktober des Jahres 1969, war ein frisch gewählter Bundeskanzler ans Rednerpult des Deutschen Bundestages getreten und hatte erklärt: „Wir wollen ein Volk der guten Nachbarn werden im Innern und nach außen. Die Bundesregierung wird sich von der Erkenntnis leiten lassen, dass der zentrale Auftrag des Grundgesetzes, allen Bürgern gleiche Chancen zu geben, noch nicht annähernd erfüllt wurde. Wir wollen mehr Demokratie wagen.“
Quelle: Vergangenheit, die wiederkehren soll!
Als Untertitel steht “Gesucht: Ein neuer Willy Brandt“, und dem kann ich durchaus zustimmen. Vor allem, weil auch Helmut Schmidt und andere hochgelobt werden, die nicht parteipolitische Scharmützel geschlagen haben, sondern Kriege verhindert oder auf lange Sicht entschieden haben!
Im Grunde ist momentan keine Partei wählbar!
Ok, der Untertitel dieses Blogs ist absichtlich gewählt, aber es läuft ja auch alles darauf hinaus: Es gibt keine “political incorrectness” mehr hierzulande, und genau DAS ist das Problem und der Grund, warum ich überhaupt in die “Blogosphäre” eingetaucht bin. Political Correctness oder auch Appeasement sind einfach nichts anderes als Bequemlichkeit respektive Feigheit vor dem Feind! Als Beispiel möchte ich nur die unzufriedenen Stammwähler der SPÖ anführen, denn die tendieren längst wieder zu Marx, Engel und Luxemburg, haben aber von Faymann die Nase voll und sind selber schuld, dass sie keinen Gusenbauer mehr haben. Sie haben selbst mit den Grünen dafür gesorgt, dass der Begriff “Führer” nicht mehr als salonfähig gilt. Den “Führer” hängen sie lieber angsterfüllt einem Herrn Strache prophylaktisch um, wie die Taufscheinkatholiken, die lieber nicht austreten, weil ja doch was dran sein könnte….
Gegenfrage: Was war Willy Brandt? Was war Bruno Kreisky?
Waren das keine Führer? Sind Faymann oder Glawischnig mit dem Begriff “Führer” assoziierbar oder eher gut genug für Gelächter? Oder liegt es an den selbstgerufenen Geistern, dass durch Emanzipation, Gleichberechtigung, Gendern, Political-Correctness, Quoten und Genfer Konvention nur mehr alles derart schwammig wurde, dass Typen aller “Herren “Länder”" (diese orthografische Finte geniesse ich gerade sehr) machen können, was sie wollen, weil ja alle so gleich sein sollen?
Schuld der Medien?
Man könnte jetzt natürlich auf News, den Standard, oder auch den ORF hinhauen, das wäre aber zu billig. Kein Medium kann etwas dafür, was in der Welt so passiert. Wenns ein Erdbeben in Haiti gibt, schwenkt NEWS genauso um wie der ORF oder ATV – der einzige Unterschied ist die finanzielle Förderung durch die Politiker auf Kosten der Steuerzahler.
Blogger wären naturgemäss so eine Art “Gewissen” des Volkes, das die Politiker lieber studieren als ignorieren sollten. Stattdessen bloggen sie lieber selbst ihren täglichen Pressemist ins Netz, was ja nicht schlimmer wäre als beim Wähler, wenn sie denn auch antworten würden oder man nicht das Gefühl hätte, sie lassen das eh durch die Presseabteilung erledigen? Helge Fahrnberger hat dazu einen super lässigen Text verfasst, samt vorheriger Umfrage….
Was noch nicht so sehr thematisiert wurde, ist die “Volksnähe”, also der “Stammtisch”, der von Links auch immer so gern ins mindere Eck gedrückt wird wie alle Kritiker. Bevor man sich jetzt Gedanken macht, wie man unliebsame Kommentare in Onlineforen, Onlinezeitungen, Blogs oder sonstwo sanktioniert, sollte sich die Gesellschaft bzw die zuständigen Damen und Herren, nämlich die PolitkerInnen einfach mal an der Nase packen und die Sachen auch lesen. Und genau hier setz mein Gedanke an:
Es fehlt an Eier(stöcke)n!
Das ist die einzige Wortkreation, bei der ich so wirklich gerne gendere, weil sie so zutreffend ist. Ich persönlich habe ein Faible für starke Persönlichkeiten, von der selbstbewussten Alleinerzieherin bis zum Generaldirektor, vor allem stehe ich auf starke Frauen. Damit meine ich allerdings keine Parteisoldatinnen, sondern Führungspersönlichkeiten, und die sind in der Politik momentan Mangelware. Mir würde jetzt trotz Dauerberieselung übers Parlament per ORF kaum eine einfallen, aber das ist wohl im Sinne des Klubzwangs. Genauso gehts mir auch mit den männlichen Kollegen, keine Sorge, das ist jetzt ausnahmsweise weder sexistisch noch sonstwas.
Fazit:
Wir leben in einer Zeit, die politisch mehr als scheisse ist. Und unsere Generation ist nicht unschuldig daran, sogar mehr als mitschuldig. Denn wir alle haben dabei mitgespielt, dass es soweit kommen konnte, dass alles undurchschaubar wurde, unzählige neue Begriffe täglich kreirt werden für nix und wieder nix, eine Diskussionskultur enstanden ist, die an Lösungen gar nicht mehr interessiert ist, sondern zum Selbstzweck geworden ist.
Ps: Wusstet ihr, dass nach der ersten Ausfahrt der Eisenbahn mit Passagieren in England der Papst alle Gläubigen aufgefordert hat, niemals in dieses “Teufelszeug” einzusteigen und ein paar Bauern handgreiflich wurden, weil der schwarze Russ die Ernte vernichten würde? Soviel zur Klimahysterie: Das war anfangs des 19!! Jahrhunderts
PPS: Wie unsinnig und widersinnig unsere Politik mittlerweile wurde, sieht man daran, wie sich Politiker sogar schon schmalzigen Kabarettisten ausliefern und versuchen, sich ihnen unterzuordnen (man beachte das künstliche Kichern):
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Wir sind Kaiser – HC Strache im Gespräch mit Robert Heinrich
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