Politically incorrect

Kommers? Es gibt wichtigeres….

21. Juni 2009 | Von Andy | Kategorie: Politik

Man lernt ja nie aus, was ja auch gut ist, denn geistige Betätigung soll ja Alzheimer vorbeugen. Dass ich jetzt aber Wikipedia bemühen musste, um
nachzusehen, was denn dieses ominöse Wort “Kommers” bedeutet, finde ich aber gesellschaftspolitisch wie geistig schon ziemlich absurd!

Ein Kommers (lat. commercium „Verkehr“) ist eine hochoffizielle Feier bei Studentenverbindungen.
Der Kommers ist die festliche und repräsentative Form der studentischen Kneipe. Kommerse finden typischerweise anlässlich von Stiftungsfesten, Stadt- oder Universitätsjubiläen statt. Im Gegensatz zur Kneipe, die sich in Offizium und Inoffizium aufteilt, teilt sich der Kommers in Hochoffizium und Offizium auf. Mit diesem Unterschied lässt sich feststellen, dass ein Kommers einen ernsthafteren Charakter trägt als die Kneipe.

Eine wichtige Rolle spielt die Festrede, die möglichst von einer hochgestellten Persönlichkeit gehalten wird. Früher wurde diese Rede die Prinzipienrede genannt. Um das Singen der Studentenlieder – gesammelt in so genannten Kommersbüchern – zu erleichtern, wird oftmals zur Unterstützung eine kleine Musikkapelle eingesetzt, ersatzweise ein Pianist. Bei besonders wichtigen Kommersen, zum Beispiel aus Anlass eines „großen“ Stiftungsfestes, findet oft im Anschluss ein „feierlicher Landesvater“ statt.

Aha, na und? Brauchtum eben.
Da finde ich die Erklärung von Burschenschaften schon interessanter, aber auch nicht der Rede wert, ist auch Brauchtum und mir ungefähr so wichtig, als würde es um einen Gmundener Schützenverein gehen.

Der Unterschied ist bloss der, dass der Gmundner Aufmarsch in diesem Beispiel keine Million Euro Steuergeld kostet. Dass sich die Grünen mit diesem gewaltbereiten Antifa – Gesindel ins Bett legt, dessentwegen die Staatssicherheit in Gefahr gebracht wird, ist schon erstaunlich. Was derartige Aktionen bewirken, sieht man am Image des österreichischen Fussballs in den letzten 30 Jahren. Da müssen auch die Fans in Sektoren gesperrt werden, wie die Tiere in Käfige, jede Menge Polizei und Security bezahlt werden, und von der Champions League entfernt sich der Sport selbst trotzdem immer weiter. Dass das Interesse des Grossteils der Bevölkerung, in ein Stadion zu gehen, immer weiter sinkt, darf daher genauso wenig wundern wie die sinkende Bereitschaft, Grün zu wählen. Da spielt man doch schon lieber mit dem Gedanken, Golf spielen zu lernen.

Das verwunderliche daran ist, dass die Grünen gar nicht merken, was sie mit Aktionen wie gestern in Innsbruck anrichten, sondern auch noch Stolz darauf sind. Nicht nur, dass man Hetzer wie den Dr. Walser, die gegen angebliche Hetzer hetzen, nicht wählen kann, man kann auch keine Partei wählen, die sich aufs unterste Niveau der Strassenschlachten begibt, dabei wären vernünftige, nicht triebgesteuerte Grüne sogar immens wichtig für das Land, wie Christian Ortner hier sehr gut analysiert:

Aber vielleicht kapieren die GrünInnen ja doch noch, dass ihr eigenes Interesse (am Überleben) deckungsgleich mit dem Interesse vieler Nichtgrüner (die Große Koalition endlich loszuwerden) ist. Würde dank dieser Einsicht aus der grünen Obskurantinnen-Truppe (wieder) eine wählbare Partei mit gewichtigen Spitzenkandidaten, deren primäre Qualifikation nicht aus ihren primären Geschlechtsmerkmalen besteht, erwiesen die Grünen nicht nur sich selbst, sondern der ganzen Republik einen Gefallen. Gelingt ihnen das nicht, ist Faymannpröll ohne Ende die Folge.



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Ein Kommentar
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  1. Das massive Problem der Grünen ist einfach der “Kampf” Realos gegen Extreme. Und letztere sind es, die du ansprichst und als unwählbar bezeichnest. Offenbar war es bisher Petrowich nur begrenzt und vdB relativ gut mörlich diesen Flügel im Zaum zu halten. Glawischnig stellt sich da anscheinend als etwas ungeeignet heraus…
    Man wird sehen wie es mit den Grünen weitergeht! Noch sind auf beiden Seiten starke Figuren vertreten, doch auf Bundesebene kommen die Realos nicht so recht durch (im Gegensatz zu OÖ bspw.) …

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