Politically incorrect

Eine Partei zersetzt sich selbst

10. Juni 2009 | Von Andy | Kategorie: Politik

lunacek-0606Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, wer mit 30 noch immer Kommunist ist, hat kein Hirn! Dieser Satz ist mir heute wieder eingefallen, als ich diverse Medienberichte und Blogs bezüglich der Grünen Wahlschlappe in Österreich gelesen habe. Der Vergleich ist insofern passend, als ich Aktivist gegen Zwentendorf war und zumindest Unterstützer war gegen Hainburg. Auch andere Kampagnen der Grünen habe ich immer wieder gerne mitgetragen, wenngleich das nicht immer gereicht hat, meine Stimme bei der jeweiligen Wahl auch für diese Partei abzugeben. Zu konventionell wurde diese Partei schlichtweg, zu verwechselbar, ja eigentlich sogar austauschbar. Kaum mehr eigene Themen, die andere Parteien nicht viel besser formuliert hätten und vor allem auch umsetzen konnten – kurz: echtes Wischiwaschi. Auch unter VdB war mir das irgendwie alles zu lasch. Bei der vorletzten Wahl attackiert ihn Schüssel wegen der Marihuanafreigabe im ORF und er hat noch nichtmal Argumente gegen Schüssel im Kopf? Gehts noch? Das war ein Teil der Wahlstrategie und dem fällt nicht ein einziges Argument dafür ein?

Der Lunacek gings ja auch nicht anders, bloss Standardantworten auf Kernthemen, stattdessen Hetze gegen Dr. Martin Graf, wie man auch deutlich auf dem Werbebanner sehen kann. Der Verdacht lässt mich nicht los, dass man einfach sauer war und den Verlust des Sessels da oben noch nicht ganz verkraftet hat. Wenn das alles ist, absolut unwählbar. Überhaupt finde ich es nach wie vor bescheuert, sich auf ein mediales Hickhack einzulassen mit einem Gegner, den sie auf die Art nicht besiegen können. Strategisches Denken fehlt dieser Partei ohnehin schon immer, je mehr gegendert wird, umso mehr fällt das aber auf.

Da ortet doch glatt eine Freda Meissner-Blau, immerhin eine Ikone der Grünen meiner Zeit, die Schuld bei VdB, weil er nach der letzten Wahlniederlage die Partei zu schnell fallengelassen hat. Und dass Voggenhuber schuld sei, weil er (zurecht) sauer war. Amüsant sind ja manchmal diverse Kommentare in Onlinemedien, wo jemand schrieb, dass Voggenhuber bestimmt Listenkandidat geworden wäre, wenn er sich eine blonde Perücke aufgesetzt hätte und sich als Transsexueller vermarktet hätte, weil die Glawischnig ihm dann sogar den Vorzug gegenüber eine Lesbe gegeben hätte – Steigerung als Synonym für “Vorwärts Grüne” quasi.

Dass für Schwule und Lesben noch einiges getan werden muss, ist meiner Meinung nach wichtig, aber ich hoffe, dass diese, wenn sie denn endlich ihre Rechte haben, damit zufrieden sind, und nicht, wie die Emanzen, weiterhin gesellschaftlichen Schaden anrichten wollen. Unter gesellschaftlichem Schaden fällt mir zum Beispiel dieses blöde Quotengejammere ein, das einzelnen vielleicht hilft, der Gesellschaft aber schadet. Wie sehr das schaden kann, hat die Partei ja mittlerweile hoffentlich erkannt, oder auch nicht. Denn wenn die Mehrzahl der Frauen den ganzen Genderwahn schon nicht mehr hören kann und noch nichtmal die weiblichen Stammwähler diesmal Grün gewählt haben, sollte das zu denken geben. Aber vermutlich kommt bloss wieder die Trotzreaktion, dass sich der Wähler geirrt hat, und Glawischnig, Lunacek und Sburny stampfen zu diesen Worten trotzig mit dem linken!!! Fuss auf!

Dabei entdeckt man ja sogar den wissenschaftlich erwiesenen Aspekt, dass Frauen einfach weniger Orientierungssinn haben als Männer daran, dass Andreas Lindenberger als aktives Mitglied der Grünen OÖ sich einer “Gewissensprüfung” “Gesinnungsprüfung” unterziehen muss bezüglich der Grünen Vorwahlen in Wien, denn scheinbar mangelt es den Damen und den vermutlich mindestens Metrosexuellen, die derartiges ablassen, ziemlich an Orientierung. Oliver Ritter hat die Causa hier recht gut zusammengfasst.

Dass es auch anders ginge, sieht man am positiven Beispiel der Grünen in OÖ, aber vermutlich müsste sich sogar Rudi Anschober einer Gewissensprüfung Gesinnungsprüfung bei den Wienern unterziehen!?!

Mit anderen Worten:

Den Grünen (in Wien zumindest) sind die Männer abhanden gekommen, und stillende Frauen im Parlament braucht der Wähler nicht schon wieder, das hatten wir schonmal ;-)


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4 Kommentare
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  1. Ihre Stellungnahme strotzt vor Abwertungen, alten Enttäuschungen und Häme. Unter jeder Kritik.

  2. Kritik, die scheinbar die richtige trifft, ist also unter jeder?

  3. ein artikel voller stereotypen und dummheiten, welche die paar korrekten observationen ueberschatten. insgesamt ein haufen dummes gerede.

  4. “rücktritt-martin-graf.at” ist keine Stereotype, sondern ein Argument? Interessant ;-)

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