Krautfleisch
14. März 2009 | Von Andy | Kategorie: Rezepte
Wie alle meine Rezepte ist auch dieses zusammengewurschtelt aus diversen Versuchen und Techniken, deshalb gibts auch kaum Mengenangaben oder genaue Bezeichnungen wie zB. “Szegediner Krautfleisch” oder ähnliches, weil das nicht stimmen würde. Deshalb einfach von der Leber weg geschrieben, vielleicht machts ja an Gusto….
Man nehme ca. 40 Deka Schweinsgulaschfleisch und brate sie scharf an – wie ich gestern leider bemerken musste, gibt es noch immer Fleisch, dass mehr Wasser lässt und deshalb fast die Hälfte seines Volumens verliert trotz höchster Hitze, bis es schön braun ist. Kurz, bevors so richtig verbrennt, klein gehackten Zwiebel zugeben, ungefähr die gleiche Menge wie beim Fleisch (das gilt übrigens für alle ungarischen Eintopfgerichte wie etwa Gulyas etc….. ). Die Zwiebel gibt Wasser ab, also einfach das Ganze ein wenig durchrühren, damit das Fleisch nicht verbrennt. Hat man das Gefühl, dass die Zwiebel genug angeröstet wurde, reichlich paprizieren. Tip: Soviel (süssen) Paprika daruntermischen, bis sowohl Fett als auch Wasser gebunden ist beim Umrühren. Ein halber Liter Wasser sollte neben dem Herd stehen, denn es sollte zwar ein wenig anbraten, aber nicht bitter werden, also im richtigen Moment ablöschen – dann ist erstmal Pause bzw. Zeit, die nächsten Arbeitsschritte zu erledigen.
Jetzt ist Zeit, zu würzen. Pfeffer (besser eine kleine Chilischote oder scharfe Paprika), Salz, Kümmel (ich mörser ihn gerne, geht aber auch im Ganzen), Lorbeerblatt, ein wenig Kristallzucker und dann eine Packung Sauerkraut, das alles verrühren und mit soviel Wasser aufgiessen, bis es relativ dünnflüssig ist. Ab jetzt bloss noch circa 2-3 Stunden mit halboffenem Deckel dahinköcheln lassen und immer wieder umrühren zwischendurch. Wer mag, kann auch noch geschälte Kartoffeln dazugeben, die Stärke gibt ein wenig Bindung. Dass das Gericht fertig wird, merkt man nach einigen Versuchen an den sogenannten Augen, die sich oben bilden: Sieht man in den aufsteigenden Blaserln noch Fettaugen, hat sich der Eintopf noch nicht……ich würde sagen, homogenisiert (bitte um Nachilfe, falls es dafür ein professionelleres Wort gibt). Ist dieser Zustand erreicht, kann man entweder binden oder sofort essen, je nach Vorliebe. Serviervorschlag sieht man im Bild, ich knalle dann einfach ein wenig Sauerrahm drauf und fertig, man ist ja Pragmatiker
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